Frequenz & Timing
3 bis 4 Posts pro Woche sind optimal. Dienstag bis Donnerstag, morgens oder mittags. Das ist die Kurzfassung. Aber die Details machen den Unterschied.
Wie oft sollte ich auf LinkedIn posten?
3 bis 4 Mal pro Woche ist der Sweet Spot für die meisten B2B-Unternehmer. Warum?
Weniger als 2 Mal: Zu wenig, um Themenautorität aufzubauen. Der Expertise-Graph braucht regelmässige Signale. Bei nur einem Post pro Woche dauert es deutlich länger, bis du für dein Thema erkannt wirst.
3 bis 4 Mal: Genug Präsenz, um im Gedächtnis zu bleiben. Genug Frequenz, um den Expertise-Graph zu füttern. Und realistisch genug, um die Qualität zu halten.
Täglich: Funktioniert, zeigt aber Diminishing Returns. Der fünfte Post pro Woche bringt selten so viel wie der dritte. Und die Gefahr sinkt, dass die Qualität leidet. Lieber 3 gute Posts als 5 mittelmässige.
Konsistenz schlägt Frequenz
Die wichtigste Regel: Lieber regelmässig 2 Mal pro Woche als sporadisch 5 Mal. Der Algorithmus belohnt Konsistenz. Unregelmässiges Posten (mal 4 Posts, dann 2 Wochen Pause) sendet widersprüchliche Signale.
Finde einen Rhythmus, den du über Monate durchhalten kannst. Wenn das 2 Mal pro Woche ist, fang damit an. Du kannst später steigern.
Die besten Posting-Zeiten im DACH-Raum
Für B2B-Entscheider in der Schweiz, Deutschland und Österreich gibt es zwei optimale Fenster:
Morgens 07:30 bis 08:30 CET: Die Pendler-Zeit. Viele Entscheider checken LinkedIn auf dem Weg zur Arbeit oder mit dem ersten Kaffee. Dein Post landet im Feed, wenn die Aufmerksamkeit hoch ist.
Mittags 11:30 bis 12:30 CET: Die Mittagspause. Zweites Aufmerksamkeitsfenster. Besonders gut für längere Posts, weil Menschen in der Pause mehr Zeit zum Lesen haben.
Vermeiden: Freitagnachmittag und Wochenende. B2B-Zielgruppen sind dann 40 bis 60 Prozent weniger aktiv. Ausnahme: Wenn deine Zielgruppe Solopreneure sind, die auch am Wochenende arbeiten.
Die besten Wochentage
Dienstag bis Donnerstag sind die stärksten Tage. Montag ist der schwächste Werktag (viele sind im Aufhol-Modus nach dem Wochenende). Freitag kann funktionieren, performt aber im Schnitt 20 bis 30 Prozent schlechter.
Die Golden Hour beachten
Dein Posting-Zeitpunkt bestimmt, wann die Golden Hour beginnt. Wenn du um 08:00 postest, sind die ersten 60 bis 90 Minuten die kritische Phase. Du solltest in dieser Zeit verfügbar sein, um auf Kommentare zu antworten.
Poste also nicht um 08:00, wenn du von 08:00 bis 10:00 in Meetings sitzt. Besser: Poste, wenn du in den folgenden 60 Minuten reagieren kannst.
Scheduling vs. manuelles Posten
LinkedIn bietet native Scheduling-Funktion. Du kannst Posts im Voraus planen und automatisch veröffentlichen lassen. Das ist praktisch für Konsistenz.
Aber: Geplante Posts erfordern trotzdem manuelle Betreuung in der Golden Hour. Scheduling entbindet dich nicht vom Engagement danach.
Der ideale Workflow:
- Posts im Voraus schreiben (Batching)
- Auf die optimalen Zeiten planen
- Zum Veröffentlichungszeitpunkt online sein und reagieren
Testen und anpassen
Die genannten Zeiten sind Durchschnittswerte. Deine Zielgruppe kann anders ticken. Teste über 4 bis 8 Wochen verschiedene Posting-Zeiten und vergleiche die Ergebnisse in deinen LinkedIn Analytics.
Was du testen kannst:
- Morgens vs. mittags
- Dienstag vs. Donnerstag
- 3 Posts vs. 4 Posts pro Woche
Ändere immer nur eine Variable gleichzeitig. Sonst weisst du nicht, was den Unterschied gemacht hat. Mehr dazu unter Systematisch testen.