Bildsprache
Nicht jeder Post braucht ein Bild. Und wenn, dann das richtige. Stock-Fotos, eigene Fotos und Text-Posts ohne Bild haben jeweils eigene Stärken.
Das eigentliche Problem mit Stock-Fotos
Stock-Fotos funktionieren nicht, weil sie zu glatt sind. Zwei lächelnde Menschen vor einem Whiteboard signalisieren nichts. Sie erzeugen kein Gefühl, keine Neugier, keine Verbindung.
Das Problem ist nicht das Bild an sich, sondern die Beliebigkeit. Wer dieselben Bilder wie alle anderen benutzt, fällt nicht aus dem Feed heraus.
Drei Ansätze und wann sie passen
Eigene Fotos Das stärkste Signal für Authentizität. Ein Foto von dir in einer echten Situation, bei der Arbeit, auf einer Veranstaltung, im Gespräch, sagt mehr als jedes Studioporträt. Es muss nicht perfekt sein. Es muss echt wirken.
Eigene Fotos passen besonders bei persönlichen Posts, Erfahrungsberichten und allem, was eine konkrete Situation beschreibt.
Eigene Grafiken Wenn du etwas erklärst, kann eine einfache Grafik mehr leisten als tausend Wörter. Nicht wegen der Ästhetik, sondern weil sie Struktur sichtbar macht: ein Modell, eine Entwicklung, einen Vergleich.
Wichtig: Die Grafik muss die Aussage des Posts verstärken, nicht dekorieren.
Kein Bild Reiner Text funktioniert auf LinkedIn oft besser als erwartet. Wer im Feed nur Bilder sieht, wird durch einen gut geschriebenen Textblock gestoppt. Die Abwesenheit eines Bildes kann die visuelle Unterbrechung sein, die du brauchst.
Stock-Fotos sind die schwächste Option. Wenn du kein eigenes Bild oder keine passende Grafik hast, ist kein Bild fast immer besser.
Technische Grundlagen
LinkedIn zeigt Bilder im Feed in verschiedenen Grössen, abhängig vom Gerät und der Anzahl der Bilder. Das Seitenverhältnis 1:1 (quadratisch) oder 4:5 (hochkant) funktioniert auf dem Handy am zuverlässigsten.
Hochgeladene Bilder sollten mindestens 1200px breit sein. Kleiner wirkt unscharf.
Visuelle Konsistenz als Erkennungssystem
Wer regelmässig postet, profitiert von einem visuellen Rahmen. Nicht einem starren Design, sondern erkennbaren Elementen: eine Farbpalette, eine Schriftart, ein Bildstil.
Die Profilseite wirkt dann wie ein Portfolio, nicht wie eine zufällige Sammlung. Konsistenz ist das, was aus Einzelposts ein erkennbares Profil macht.