Karussell-Design
Karussells sind das reichweitenstärkste Format auf LinkedIn. Die Cover-Slide ist dein Hook, der Rest muss Swipe für Swipe überzeugen.
Warum Karussells funktionieren
LinkedIn belohnt Verweildauer. Wer durch ein Karussell wischt, bleibt länger beim Post als beim Scrollen. Das registriert der Algorithmus und verteilt den Post weiter.
Das Prinzip dahinter ist nicht visuell, sondern strukturell: Jede Slide muss einen Grund geben, zur nächsten zu wischen. Fehlt dieser Grund, bricht die Kette ab.
Die Struktur eines funktionierenden Karussells
Slide 1: Cover Das ist dein Hook. Nicht die Themenankündigung, sondern die Frage oder Aussage, die einen Klick oder Swipe provoziert. Ein schlechter Cover lautet: "5 Tipps für bessere Posts." Ein guter Cover stellt eine Spannung her: "Dein Post hat 300 Impressionen. Hier ist, warum."
Slide 2 bis vorletzt: Inhalt Jede Slide trägt genau einen Gedanken. Nicht zwei. Nicht einen Gedanken mit drei Unterpunkten. Einen. Die Leserin soll den Inhalt auf einen Blick erfassen und dann weiter wischen wollen.
Letzte Slide: CTA Kein Fazit. Kein "Ich hoffe, das war hilfreich." Eine klare Handlungsaufforderung: folgen, kommentieren, speichern oder kontaktieren.
Gestaltungsregeln
Schrift: Gross genug für das Handy. Mindestens 24px für Fliesstext, 36px oder mehr für Headlines. Serifen-Schriften wirken auf kleinen Displays schnell unlesbar.
Farben: Drei reichen. Hintergrund, Primärfarbe, Akzent. Wer mehr nimmt, verliert die visuelle Linie.
Weissraum: Der häufigste Fehler ist zu viel Inhalt pro Slide. Leere Fläche ist kein Platzverschwendung, sondern Lesbarkeit.
Anzahl Slides: Zwischen 5 und 12. Weniger als 5 rechtfertigt kein Karussell. Mehr als 12 verlieren die meisten Leserinnen.
Formate und technische Grundlagen
LinkedIn akzeptiert PDF-Uploads als Karussell. Das ist die zuverlässigste Methode. Direkter Bild-Upload funktioniert auch, gibt aber weniger Kontrolle über die Reihenfolge.
Empfohlenes Format: quadratisch (1080x1080px) oder hochkant (1080x1350px). Querformat funktioniert, ist aber auf dem Handy ungünstig.
Tools
Canva ist der Standard. Kostenlose Version reicht für den Anfang. Wichtig: Templates nicht direkt übernehmen, sondern als Grundlage für ein eigenes visuelles System nutzen.
Adobe Express ist eine Alternative mit etwas mehr Designfreiheit. Wer regelmässig Karussells produziert, profitiert von einem festen Template-Set statt jedes Mal neu anzufangen.
Das Template ist die Grundlage. Nicht das Design des Einzelkarussells, sondern das System dahinter entscheidet, wie konsistent dein Profil wirkt.