Video-Basics
Über 80 Prozent schauen LinkedIn-Videos ohne Ton. Untertitel sind Pflicht. Hochformat, native Upload und maximal 90 Sekunden sind die Grundregeln.
Warum Videos auf LinkedIn anders funktionieren
LinkedIn ist kein YouTube. Wer ein Video öffnet, sitzt meist nicht entspannt zurück und schaut zu. Er ist unterwegs, in der U-Bahn, zwischen zwei Meetings. Das Video muss ohne Ton funktionieren und in den ersten drei Sekunden klar machen, warum es sich lohnt weiterzuschauen.
Das ändert, wie du Videos aufbaust.
Die wichtigsten technischen Grundlagen
Untertitel: nicht optional Ohne Untertitel verlierst du den grössten Teil deiner Zuschauerschaft. LinkedIn bietet automatische Untertitel, aber sie sind fehleranfällig, besonders bei Fachbegriffen, Namen und Schweizer Aussprache. Manuelle Untertitel sind zuverlässiger.
Format: hochkant 9:16 ist das Standardformat für mobiles Video. Querformat wird auf dem Handy klein und verliert Wirkung. Quadratisch (1:1) ist ein brauchbarer Kompromiss, wenn du dasselbe Video auf mehreren Kanälen nutzen willst.
Upload: direkt auf LinkedIn Nicht via YouTube-Link. LinkedIn bevorzugt native Videos und verteilt sie weiter. Ein Fremdlink zieht weniger Reichweite.
Länge: maximal 90 Sekunden Nicht weil eine Regel es sagt, sondern weil die Absprungrate danach stark steigt. Wer etwas zu sagen hat, das 5 Minuten braucht, macht daraus eine Serie oder wechselt das Format.
Was in den ersten drei Sekunden passiert
Die ersten Sekunden sind der Hook. Kein Intro, kein Jingle, kein "Hallo und herzlich willkommen". Direkt ins Thema. Die Zuschauerin entscheidet in dieser Zeit, ob sie weiterschaut.
Eine einfache Formel: Sag in Satz eins, worum es geht. Sag in Satz zwei, warum es relevant ist. Dann komm zum Inhalt.
Das Thumbnail
LinkedIn zeigt ein Standbild als Vorschau, bevor jemand das Video startet. Standardmässig ist das die erste Frame, also oft ein unscharfes Bild von dir mit halbgeöffnetem Mund.
Ein eigenes Thumbnail lädt du beim Upload hoch. Es sollte lesbar sein, auch auf kleinen Displays, und klar machen, worum es im Video geht. Text im Thumbnail hilft.
Ton und Aufnahmequalität
Der Ton ist wichtiger als das Bild. Ein körniges Handy-Video mit gutem Ton wirkt professioneller als ein HD-Video mit hallendem Raumton. Ein externes Mikrofon, selbst ein günstiges Ansteckmikrofon, macht den grössten Unterschied.
Hintergrund: nicht perfekt, aber nicht ablenkend. Wer von zuhause aufnimmt, muss kein Studio bauen. Ein aufgeräumter, ruhiger Hintergrund reicht.