LinkedIn meistern
Alles, was du über LinkedIn wissen musst. Vom Algorithmus über Post-Aufbau bis zur Konversion. Ein umfassender Guide für B2B-Unternehmer.
Profilfelder redigieren und freigeben
Diese Academy-Lektion beginnt mit einem vorhandenen Profilentwurf. Zielgruppe, Rolle und Positionierung sind geklärt; jetzt folgt die operative Schlussredaktion.
Wenn du das Profil erst konzipierst, beginne mit der vollständigen Anleitung LinkedIn-Profil optimieren.
Vor der Prüfung
Sammle:
- aktuelle Positionierung,
- freigegebene Berufsbezeichnung,
- Zielgruppe,
- Profilbild und Bannerdatei,
- Entwürfe für Headline und Info-Bereich,
- aktuelle Laufbahn und Qualifikationen,
- freigegebene Referenzen,
- gewünschte Kontaktwege.
Kläre, wer fachlich prüft und wer die endgültige Freigabe erteilt. Bei Solo-Profilen kannst du beide Rollen nacheinander übernehmen.
Prüfung 1: Öffentliche Basisdaten
Kontrolliere:
- korrekte Schreibweise des Namens,
- aktuelle Rolle,
- korrekt verknüpfte Organisation,
- Region und Branche, sofern öffentlich gewünscht,
- sichtbare Kontaktdaten,
- öffentliche Profil-URL.
Veröffentliche keine privaten Daten aus Gewohnheit. Entscheide bewusst, welche E-Mail-Adresse, Telefonnummer oder Region sichtbar sein soll.
Prüfung 2: Profilbild
Öffne das Bild in der tatsächlichen Profilansicht.
- Ist die Person in kleiner Darstellung erkennbar?
- Wirkt der Zuschnitt auf Mobilgerät und Desktop?
- Ist das Bild aktuell?
- Sind Licht und Kontrast ausreichend?
- Gehören Bildrechte und Einwilligung dir beziehungsweise dem Unternehmen?
- Gibt es störende Personen, Logos oder vertrauliche Details im Hintergrund?
Vermeide starre Regeln zu Kleidung oder Gesichtsausdruck. Das Bild muss zur Person, Rolle und Zielgruppe passen.
Prüfung 3: Banner
Prüfe die hochgeladene Datei, nicht nur den Entwurf im Designprogramm.
- Verdecken Profilbild oder Bedienelemente wichtigen Inhalt?
- Bleibt Text mobil lesbar?
- Ist der Kontrast ausreichend?
- Funktioniert der Zuschnitt auf unterschiedlichen Bildschirmbreiten?
- Stimmt ein gezeigtes Angebot noch?
- Sind Logos und Bilder korrekt lizenziert?
- Ist eine URL kurz, korrekt und wirklich nötig?
Wenn das Banner zu viele Aussagen trägt, reduziere es auf eine Aufgabe.
Prüfung 4: Headline
Lies die Headline ausserhalb des Profils, als würde sie neben einem Kommentar stehen.
Sie sollte:
- heutige Rolle korrekt wiedergeben,
- fachlichen Kontext schaffen,
- für die Zielgruppe verständliche Begriffe verwenden,
- ohne leere Superlative auskommen,
- keine unbelegbaren Ergebnisse versprechen,
- auch gekürzt noch sinnvoll beginnen.
Redaktionsbeispiel:
Vorher:
CEO | Visionary Leader | Innovation | Transformation | Speaker
Nachher:
Geschäftsführer eines Maschinenbau-KMU | Digitalisierung von Produktion und Service
Die zweite Version ist nicht zwingend verkaufsstärker, aber konkreter und überprüfbar.
Prüfung 5: Info-Bereich
Markiere im Text unterschiedliche Funktionen:
- Ausgangslage oder Problem,
- Rolle und Leistung,
- Arbeitsweise,
- Beleg oder Erfahrung,
- Einschränkung,
- nächster Schritt.
Fehlt eine Funktion, entscheide bewusst, ob sie nötig ist. Nicht jeder Info-Bereich benötigt dieselbe Schablone.
Streiche:
- unbelegte Superlative,
- wiederholte Aussagen aus der Headline,
- lange Firmengeschichte ohne Bezug zur heutigen Rolle,
- Fachbegriffe ohne Erklärung,
- Ergebnisgarantien,
- mehrere konkurrierende CTAs.
Prüfe den sichtbaren Einstieg in der veröffentlichten Ansicht. Verlasse dich nicht auf ältere Angaben zu einer festen Zahl sichtbarer Zeichen oder Zeilen.
Prüfung 6: Erfahrung
Vergleiche jede Position mit Lebenslauf, Website und Unternehmensangaben.
- Stimmen Rolle und Zeitraum?
- Ist die verknüpfte Organisation korrekt?
- Werden Verantwortung und Kontext verständlich?
- Sind Zahlen belegt und freigegeben?
- Werden Kunden oder Projekte ohne Zustimmung genannt?
- Ist klar, welche Aussage zur damaligen und welche zur heutigen Rolle gehört?
- Funktionieren beigefügte Medien und Links?
Alte Positionen dürfen knapp bleiben. Vermeide jedoch eine künstliche Umschreibung früherer Arbeit, nur damit sie zur heutigen Positionierung passt.
Prüfung 7: Ausbildung, Zertifikate und Kenntnisse
Kontrolliere Namen, Institutionen, Daten und Gültigkeit. Entferne abgelaufene Zertifikate oder kennzeichne den Zeitraum korrekt.
Bei Kenntnissen gilt:
- konkrete Begriffe sind verständlicher als allgemeine Eigenschaften,
- die Liste muss nicht vollständig sein,
- Bestätigungen sind kein Ersatz für Erfahrung,
- ein Begriff wird nicht allein wegen vermuteter Suchwirkung aufgenommen.
Prüfung 8: Empfehlungen
Lies veröffentlichte Empfehlungen auf:
- konkrete Zusammenarbeit,
- zulässige Projektangaben,
- verständlichen Kontext,
- unbeabsichtigte vertrauliche Informationen,
- Aktualität zur heutigen Positionierung.
Verändere Empfehlungen nicht selbst. Wenn eine Aussage korrigiert werden muss, bitte die empfehlende Person um Anpassung oder verzichte auf die Veröffentlichung.
Prüfung 9: «Im Fokus»
Öffne jedes Element und kontrolliere:
- Titel und Vorschaubild,
- funktionierenden Link,
- mobile Zielseite,
- inhaltlichen Anschluss zur Positionierung,
- Aktualität,
- richtige Reihenfolge,
- klare nächste Aufgabe.
Wähle Elemente nach Relevanz, nicht nach einer festen Anzahl oder höchstem Engagement.
Prüfung 10: Kontaktwege
Teste Kontaktinformationen aus Sicht eines externen Besuchers.
- Öffnet die Website korrekt?
- Führt sie zur passenden Seite?
- Funktioniert eine Terminbuchung?
- Wird die richtige E-Mail-Adresse verwendet?
- Ist klar, welche Anfragen willkommen sind?
- Sind Datenschutz und Einwilligung bei Formularen berücksichtigt?
Ein nicht funktionierender Link ist dringender als eine stilistische Verbesserung im Banner.
Prüfung 11: Sprachversionen
Wenn mehrere Sprachprofile existieren:
- sind Rolle und Positionierung inhaltlich gleichwertig,
- passen Berufsbegriffe zum jeweiligen Markt,
- funktionieren alle Links,
- sind aktualisierte Projekte in allen relevanten Fassungen enthalten,
- gibt es widersprüchliche Kontaktwege?
Übersetze nicht nur Wörter; redigiere die jeweilige Fassung eigenständig.
Prüfung 12: Mobile und öffentliche Ansicht
Prüfe das Profil:
- eingeloggt auf Desktop,
- eingeloggt auf Mobilgerät,
- in der öffentlichen Ansicht, soweit verfügbar,
- über einen geteilten Profillink.
Kontrolliere, welche Bereiche tatsächlich sichtbar sind. Die Ansicht kann je nach Loginstatus, Produktvariante und Privatsphäre-Einstellung abweichen.
Freigabeprotokoll
Dokumentiere:
| Feld | Fachlich geprüft | Darstellung geprüft | Freigabe | Nächste Kontrolle |
|---|---|---|---|---|
| Basisdaten | ||||
| Profilbild | ||||
| Banner | ||||
| Headline | ||||
| Info-Bereich | ||||
| Erfahrung | ||||
| Qualifikationen | ||||
| Empfehlungen | ||||
| Im Fokus | ||||
| Kontaktwege |
Lege keine künstliche 60-Minuten-Frist fest. Ein einfaches Profil kann schnell geprüft werden; mehrere Rollen, Sprachen und Freigaben benötigen mehr Zeit.
Abschlusscheck
- Alle öffentlichen Angaben sind korrekt.
- Bildrechte und Einwilligungen sind geklärt.
- Headline und Info-Bereich widersprechen sich nicht.
- Ergebnisse und Referenzen sind belegbar.
- Kontaktwege funktionieren.
- Mobile und öffentliche Ansicht wurden geprüft.
- Sprachversionen sind konsistent.
- Fachprüfung und Schlussfreigabe sind dokumentiert.
Danach prüfst du mit Profil und Beiträge auf Konsistenz prüfen, ob ein konkreter Beitrag sinnvoll in diese Profilgeschichte führt.