Guide

LinkedIn meistern

Alles, was du über LinkedIn wissen musst. Vom Algorithmus über Post-Aufbau bis zur Konversion. Ein umfassender Guide für B2B-Unternehmer.

Profil-Setup: Schritt für Schritt

Du weisst jetzt, warum dein Profil die Reichweite beeinflusst. Hier ist die konkrete Anleitung: In 60 Minuten ist dein Profil optimiert. Nicht perfekt, aber fundiert.

Schritt 1: Headline (10 Minuten)

Die Headline ist das Erste, was Menschen sehen. Im Feed, in Suchergebnissen, bei Vernetzungsanfragen. 220 Zeichen maximal, jedes Zeichen zählt.

Formel:

Was du für wen tust | Rolle/Unternehmen | Differenzierung oder Keyword

Beispiel:

Ich unterstütze Unternehmer dabei, aus Expertise sichtbare Inhalte zu machen | Content-Strategie für LinkedIn & Blog | Gründer Wortfreunde

Was rein muss:

  • Keywords, nach denen deine Zielgruppe sucht (nicht dein Jobtitel, sondern dein Nutzen)
  • Für wen du arbeitest (B2B-Unternehmer, KMU, Berater)
  • Was du tust (nicht was du bist)

Was nicht rein gehört:

  • Nur der Jobtitel ("CEO bei Firma XY")
  • Motivationssprüche ("Helping people thrive")
  • Zu viele Sonderzeichen oder Emojis

Teste deine Headline: Wenn ein Fremder nur die Headline liest, weiss er dann, was du anbietest und für wen? Wenn nein, überarbeiten.

Schritt 2: About-Sektion (20 Minuten)

Die About-Sektion hat 2600 Zeichen Platz. Die ersten 2 Zeilen sind sichtbar vor "Mehr anzeigen". Sie funktionieren wie ein Hook.

Struktur:

  1. Hook (erste 2 Zeilen): Das Problem deiner Zielgruppe in einem Satz
  2. Problem vertiefen: 2 bis 3 Sätze, die zeigen, dass du das Problem verstehst
  3. Deine Lösung: Was du anbietest, konkret
  4. Proof: Kurze Referenz auf Erfahrung oder Ergebnisse
  5. CTA: Wie man dich erreicht

Formatierung:

  • Kurze Absätze (2 bis 3 Zeilen maximal)
  • Viel Weissraum
  • Aufzählungen für Angebote oder Schwerpunkte
  • Domain am Ende (nicht klickbar, aber kopierbar)

Was vermeiden:

  • Lebenslauf-Stil ("Seit 2005 bin ich...")
  • Dritte Person ("Jan-Hendrik ist ein erfahrener...")
  • Allgemeine Floskeln ("Ich bin leidenschaftlich...")

Schritt 3: Experience (10 Minuten)

Die Experience-Sektion ist nicht nur ein Lebenslauf. Sie ist ein weiteres Signal für den Expertise-Graph.

Für jede relevante Position:

  • Beschreibe, was du bewirkt hast (nicht nur was du getan hast)
  • Verwende Keywords, die zu deinen Content-Themen passen
  • Verlinke auf die Company Page, wenn vorhanden

Alte Positionen, die nichts mit deinem heutigen Fokus zu tun haben, können minimal gehalten werden. Die aktuelle Position bekommt den meisten Text.

Schritt 4: Profilbild und Banner (10 Minuten)

Profilbild:

  • Professionell, aktuell, gut ausgeleuchtet
  • Dein Gesicht klar erkennbar (keine Gruppenbilder, keine Logos)
  • Hintergrund ruhig, nicht ablenkend
  • Lächeln hilft. Ernsthaftigkeit auch. Hauptsache authentisch.

Banner (1584 x 396 px):

  • Deine grösste visuelle Fläche. Nutze sie.
  • Text rechts platzieren (links wird vom Profilbild überdeckt)
  • Maximal 5 bis 7 Wörter: Tagline, Claim oder URL
  • Hoher Kontrast, lesbar auf dem Handy
  • Markenfarben, kein Stock-Foto

Die Featured Section ist dein Schaufenster. Die ersten 3 Items sind ohne Scrollen sichtbar.

Was du dort platzierst:

  1. Lead-Magnet oder Testangebot: Link zu deinem wichtigsten Einstiegspunkt
  2. Bester Post: Dein Post mit dem höchsten Engagement (Social Proof)
  3. Inhaltlicher Anker: Link zu einer Seite, die deine Positionierung erklärt

Quartalsweise aktualisieren. Mehr dazu unter Conversion-Pfade.

Schritt 6: Kontakt-Infos (5 Minuten)

Oft vergessen, aber wichtig:

  • Website-URL: Nicht die Homepage, sondern die Seite mit dem höchsten Conversion-Potenzial
  • E-Mail: Für direkte Kontaktaufnahme
  • Telefon: Optional, aber für B2B-Vertrauensaufbau wertvoll

Die Reihenfolge zählt

LinkedIn zeigt die Profil-Sektionen in einer festen Reihenfolge. Die wichtigsten Bereiche (Headline, About, Featured) sieht jeder Besucher sofort. Experience und Skills erfordern Scrollen.

Investiere deine Zeit proportional zur Sichtbarkeit: Headline und About verdienen 30 der 60 Minuten. Der Rest teilt sich den Rest.

Nach dem Setup

Dein Profil ist kein statisches Dokument. Es entwickelt sich mit deiner Content-Strategie. Wenn du merkst, dass bestimmte Themen besonders gut funktionieren, spiegle das in Headline und About wider.

Wie dein Profil die Reichweite beeinflusst, vertieft Profil als Fundament. Wie du es für die Google-Suche optimierst, Profil in Google ranken.