Welche Zahlen zählen
Nicht jede Zahl, die LinkedIn dir zeigt, ist relevant. Impressions klingen gut, Engagement Rate sagt mehr, und Profilbesuche zeigen echtes Interesse. Die Kunst ist, Vanity Metrics von echten Performance-Indikatoren zu unterscheiden.
Die wichtigsten Metriken
Engagement Rate
Die Engagement Rate ist das Verhältnis von Interaktionen (Kommentare + Reaktionen) zu Impressions. Sie zeigt, wie relevant dein Content für die Menschen ist, die ihn sehen.
Benchmark für B2B: 2 bis 5% ist gut. Über 5% ist sehr gut. Unter 1% zeigt: Der Content trifft die Zielgruppe nicht.
Wichtig: Kommentare wiegen mehr als Likes. Ein Post mit 2% Engagement Rate, der hauptsächlich aus Kommentaren besteht, performt besser als einer mit 5%, der nur Likes hat.
Profilbesuche
Profilbesuche zeigen, dass jemand aktiv mehr über dich wissen wollte. Das ist ein stärkeres Signal als jedes Like. Steigende Profilbesuche nach einem Post bedeuten: Der Post hat Neugier geweckt.
Follower-Wachstum
Nicht die absolute Zahl, sondern die Wachstumsrate zählt. Und vor allem: Wer folgt dir? Wenn deine neuen Follower zu deiner Zielgruppe gehören, funktioniert deine Strategie.
Connection-Anfragen
Eingehende Vernetzungsanfragen nach einem Post sind ein starkes Signal. Jemand will nicht nur folgen, sondern sich aktiv mit dir verbinden.
SSI (Social Selling Index)
Der SSI misst vier Bereiche deines LinkedIn-Verhaltens auf einer Skala von 0 bis 100. Er ist kein direkter Ranking-Faktor, aber ein guter Indikator dafür, ob du die Dinge tust, die LinkedIn belohnt. Details unter Profil als Fundament.
Vanity Metrics
Impressions fühlen sich gut an, sagen aber wenig. 10.000 Impressions bedeuten: 10.000 Menschen hatten die Möglichkeit, deinen Post zu sehen. Nicht, dass sie ihn gelesen haben.
Eine hohe Follower-Gesamtzahl beeindruckt auf dem Papier. 5000 Follower klingen besser als 500. Aber wenn 4500 davon nie reagieren, sind sie wertlos für deine Reichweite.
Likes sind das schwächste Signal. Ein Like kostet den Nutzer nichts. Es ist kein Zeichen für echtes Interesse.
Was wirklich Geschäftsergebnis treibt
Am Ende zählt: Kommen Kunden über LinkedIn? Die Metriken dazwischen sind Indikatoren, aber keine Ergebnisse.
Der Weg:
- Posts erzeugen Engagement (messbar)
- Engagement führt zu Profilbesuchen (messbar)
- Profilbesuche führen zu Vernetzungen und DMs (messbar)
- DMs führen zu Gesprächen (messbar)
- Gespräche führen zu Kunden (messbar)
Miss jeden Schritt. Aber verwechsle keinen Zwischenschritt mit dem Ergebnis.
Wie du die Zahlen im LinkedIn-Dashboard liest, erfährst du unter LinkedIn Analytics lesen. Wie du daraus Schlüsse ziehst, unter Systematisch testen.