Zusammenarbeit mit den Wortfreunden: Ablauf, Rollen und Eignung

Du lieferst Fachwissen und Freigaben. Die Wortfreunde übernehmen je nach Auftrag Recherche, Formulierung und Planung. So läuft der Prozess und so erkennst du, ob er passt.

Jan-Hendrik HeuingAktualisiert

Du gibst deine Stimme nicht an der Tür ab

Du willst regelmässig Inhalte veröffentlichen, findest aber kaum Zeit für Recherche, Schreiben und Planung. Gleichzeitig sollen die Texte nach dir klingen und fachlich stimmen. Genau dafür gibt es die Wortfreunde Redaktion.

Die Zusammenarbeit ist kein Auftrag nach dem Muster «Macht einfach etwas». Du bringst dein Wissen, deine Erfahrungen und deine Perspektive ein. Wir entwickeln daraus Inhalte und stimmen sie mit dir ab. Wie umfangreich wir dich unterstützen, klären wir vor dem Start.

Für wen die Zusammenarbeit passt

Die Redaktion passt zu dir, wenn du etwas zu sagen hast, aber die Ausarbeitung nicht dauerhaft selbst übernehmen willst.

Das trifft besonders zu, wenn:

  • du über Fachwissen, Erfahrungen oder eine klare Haltung verfügst
  • du auf LinkedIn, in deinem Blog oder auf beiden Kanälen sichtbar werden willst
  • dir Zeit oder Ruhe für die Ausarbeitung fehlt
  • du bereit bist, regelmässig Themen und fachlichen Input beizusteuern
  • du Texte vor der Veröffentlichung prüfen und freigeben kannst
  • du offen für Rückfragen und redaktionelles Sparring bist
  • du eine erkennbare inhaltliche Linie aufbauen willst

Wenn du lieber selbst schreibst und vor allem Struktur für Themen, Erstellung und Planung brauchst, ist das Wortfreunde Studio wahrscheinlich der passendere Weg.

Wann es nicht passt

Die Zusammenarbeit passt nicht, wenn du deinen Content vollständig abgeben und dich danach nicht mehr damit befassen willst. Deine Erfahrungen, Kundenfragen und fachlichen Einschätzungen können wir nicht seriös erfinden.

Auch bei diesen Erwartungen sollten wir nicht starten:

  • Content soll kurzfristig planbare Aufträge garantieren
  • Reichweite ist wichtiger als fachliche Substanz
  • niemand kann Aussagen, Beispiele und Fakten prüfen
  • Entwürfe sollen ohne Freigabe veröffentlicht werden
  • Rückfragen oder Widerspruch sind unerwünscht
  • Thema, Zielgruppe und Zweck bleiben bewusst offen
  • Tricks, gekaufte Zahlen oder austauschbare Beiträge sind Teil der Erwartung

Content kann Sichtbarkeit und Vertrauen aufbauen. Welche geschäftliche Wirkung daraus entsteht und wann sie eintritt, lässt sich nicht garantieren.

Was wir vor dem Start klären

Im Erstgespräch schauen wir auf deine Ausgangslage, deine Ziele und die Frage, ob Content für deine Situation der passende Hebel ist. Du musst dich vorher nicht zwischen Studio und Redaktion entschieden haben.

Für eine sinnvolle Vereinbarung brauchen wir Klarheit über einige Punkte:

  • Wen willst du erreichen?
  • Welche Fragen oder Probleme dieser Zielgruppe willst du behandeln?
  • Welche Kanäle sind relevant?
  • Welche Inhalte und Erfahrungen sind bereits vorhanden?
  • Wer liefert bei dir den fachlichen Input?
  • Wer prüft Fakten und gibt Inhalte frei?
  • Welche Leistungen sollen die Wortfreunde übernehmen?
  • Woran wollt ihr Fortschritt erkennen?

Umfang, Kanäle, Frequenz und Preis hängen vom Auftrag ab. Die Preisseite erklärt die Angebotswege. Die konkrete Leistung gehört in eine individuelle Offerte.

Deine Verantwortung und unsere Verantwortung

Du lieferst den fachlichen Rohstoff. Dazu gehören deine Erfahrungen, Beobachtungen, Positionen, Beispiele und Antworten auf Rückfragen. Input kann im Gespräch, als Notiz oder als Sprachnachricht entstehen. Du prüfst zudem, ob Aussagen fachlich korrekt sind und ob Kundenfälle, Namen oder Zahlen verwendet werden dürfen.

Wir übernehmen die redaktionelle Arbeit im vereinbarten Umfang. Die Redaktion recherchiert, formuliert und plant Inhalte auf Basis deiner Perspektive. Gemeinsam klären wir Themenfelder, Zielgruppen und Schwerpunkte. Entwürfe werden mit dir abgestimmt und erst nach deiner Freigabe veröffentlicht.

Diese Aufteilung schützt deine Stimme. Wir bringen Struktur und Handwerk ein. Die Aussagen über dein Geschäft bleiben bei dir verankert.

Der Ablauf in sechs Phasen

1. Ausgangslage und Eignung klären

Wir sprechen über dein Geschäft, deine Zielgruppe, deine bisherigen Inhalte und das Ziel der Zusammenarbeit. Dabei prüfen wir auch, ob die Redaktion passt oder ob du mit einem anderen Weg besser bedient bist.

2. Umfang und Zuständigkeiten festlegen

Vor dem ersten Entwurf halten wir fest, welche Kanäle und Leistungen zum Auftrag gehören. Ebenso wichtig sind die Grenzen: Wer publiziert? Wer liefert Bilder? Wer prüft rechtlich oder fachlich heikle Aussagen? Wo werden Entwürfe und Feedback gesammelt?

Auch Liefermenge, Rhythmus und Korrekturschleifen gehören in diese Vereinbarung. Dafür gibt es keinen universellen Wert.

3. Inhaltliche Grundlage erarbeiten

Bevor wir schreiben, klären wir Zielgruppe, Themenfelder und Schwerpunkte. Diese Content-Strategie gibt einzelnen Beiträgen eine gemeinsame Richtung.

Bestehende Texte, Präsentationen, Gesprächsnotizen und häufige Kundenfragen können dabei helfen. Sie ersetzen das Gespräch mit dir jedoch nicht.

4. Themen und Input sammeln

Aus der strategischen Grundlage entsteht eine Themenplanung. Du lieferst dazu fachliche Substanz aus deinem Alltag. Das können eine Beobachtung aus einem Projekt, eine häufige Frage, ein Fehler in deiner Branche oder eine klare Position sein.

Wenn Informationen fehlen oder unklar sind, fragen wir nach. Das ist Teil der Arbeit und kein Zeichen für ein schlechtes Briefing.

5. Inhalte ausarbeiten

Die Redaktion entwickelt aus deinem Input einen Entwurf. Dazu gehören je nach vereinbartem Auftrag Recherche, Struktur und Formulierung. Bei späteren Inhalten fliessen auch deine bisherigen Rückmeldungen zur Sprache und Haltung ein.

Ein Entwurf ist eine Arbeitsfassung. Er soll konkret genug sein, damit du Fakten, Ton und Aussage beurteilen kannst.

6. Prüfen, freigeben und weiterentwickeln

Du liest den Entwurf und gibst ihn frei oder meldest konkrete Änderungen zurück. Ohne dein Ja geht nichts online. Nach der Freigabe erfolgt die Publikation so, wie es im Auftrag vereinbart wurde.

Rückmeldungen aus der Zusammenarbeit und aus den veröffentlichten Inhalten fliessen in die weitere Themenplanung ein. So kann die inhaltliche Linie mit der Zeit präziser werden.

So funktionieren Feedback und Freigabe

Gutes Feedback benennt die Stelle und den Grund für eine Änderung. «Diese Aussage ist fachlich falsch, weil …» oder «Diesen Ausdruck verwende ich nie» hilft mehr als «Klingt noch nicht nach mir».

Am einfachsten ist eine verantwortliche Person, die Rückmeldungen intern sammelt und gebündelt weitergibt. Widersprüchliche Kommentare mehrerer Beteiligter bremsen die Arbeit und verwässern die Stimme.

Wie Feedback übermittelt wird, wie viele Korrekturschleifen enthalten sind und wer die abschliessende Freigabe erteilt, wird vor dem Start vereinbart. Fehlen Input oder Freigabe, verschiebt sich auch die weitere Planung. Eine pauschale Reaktions- oder Publikationsfrist gibt es dafür nicht.

Welche Ergebnisse geliefert werden

Die möglichen Lieferobjekte hängen vom vereinbarten Umfang ab. Dazu können strategische Grundlagen, Themenplanungen, LinkedIn-Entwürfe und Blogartikel gehören. Recherche, Planung und redaktionelle Ausarbeitung sind Leistungen der Redaktion.

Ob Bilder, Suchmaschinen-Optimierung, Einpflege oder Publikation dazugehören, muss die Offerte ausdrücklich festhalten. Dasselbe gilt für Zugänge, Dateiformate und die Übergabe bestehender Planungen.

Wie du Fortschritt beurteilst

Lege vor dem Start fest, was du beobachten willst. Sinnvoll sind drei Ebenen:

  • Prozess: Kommt genügend Input zusammen? Werden geplante Inhalte ausgearbeitet, freigegeben und publiziert?
  • Kanal: Werden die Inhalte gesehen, gelesen, gespeichert, kommentiert oder über Suchmaschinen gefunden?
  • Geschäft: Entstehen passende Gespräche oder Anfragen, und lässt sich nachvollziehen, welche Inhalte dabei eine Rolle gespielt haben?

Welche Kennzahlen zählen und wann ihr sie besprecht, hängt von Ziel und Kanal ab. Einzelne Likes belegen noch keinen geschäftlichen Fortschritt. Eine Auswertung ist auch keine Ergebnisgarantie. Sie zeigt, was beibehalten, geändert oder beendet werden sollte.

Warnsignale vor dem Start

Kläre offene Punkte, bevor die Redaktion beginnt:

  • Es gibt keine Person für Input und Freigabe.
  • Zielgruppe und Zweck sind nicht benannt.
  • Fachliche oder rechtliche Prüfungen sind ungeklärt.
  • Vertrauliche Kundenfälle sollen ohne geklärte Zustimmung verwendet werden.
  • Niemand weiss, wer publiziert oder Zugänge verwaltet.
  • Umfang, Lieferobjekte und Feedbackweg stehen nicht in der Offerte.
  • Erfolg bedeutet nur «mehr Reichweite», ohne weitere Einordnung.

Solche Lücken lösen sich während der Produktion selten von selbst. Sie führen zu unnötigen Schleifen und unklaren Erwartungen.

Dein nächster Schritt

Sammle zwei oder drei Themen, über die du aus eigener Erfahrung sprechen kannst. Notiere dazu dein Ziel, deine gewünschten Kanäle und die Person, die Inhalte freigibt.

Danach kannst du uns über die Kontaktseite schreiben. Im Erstgespräch klären wir, ob Studio, Redaktion oder vorerst kein Angebot der passende nächste Schritt ist.