Content selber machen oder auslagern? Entscheidungshilfe für Unternehmer

Du weisst, dass Content wichtig ist. Aber sollst du ihn selbst schreiben oder abgeben? Die ehrliche Antwort lautet, es kommt darauf an. Vier Kriterien helfen dir bei der Entscheidung.

Content selber machen oder auslagern? Entscheidungshilfe für Unternehmer

Du scrollst durch LinkedIn und siehst Unternehmer, die regelmässig posten. Fundierte Beiträge. Klare Haltung. Du denkst: Das sollte ich auch tun. Dann kommt der Alltag dazwischen. Zum dritten Mal diese Woche.

Irgendwann stellst du dir die Frage: Soll ich das selbst machen oder abgeben?

Die ehrliche Antwort: Beides kann richtig sein. Beides kann falsch sein. Es hängt von vier Faktoren ab.

Faktor 1: Wie viel Zeit hast du wirklich?

Content braucht Zeit. Nicht nur fürs Schreiben. Auch fürs Denken, Recherchieren, Überarbeiten. Ein solider LinkedIn-Post kostet bis zu 30 Minuten. Ein Blog-Artikel zwei bis vier Stunden. Und das jede Woche.

Rechne ehrlich: Hast du zwei bis drei Stunden pro Woche, die du dauerhaft für Content reservieren kannst? Nicht in einer ruhigen Woche. Sondern auch dann, wenn drei Kundenprojekte gleichzeitig laufen.

Wenn ja: Du kannst Content selbst machen. Wenn nein: Du brauchst Unterstützung. Nicht weil du es nicht könntest. Sondern weil Kontinuität wichtiger ist als Perfektion. Lieber jede Woche ein solider Beitrag von jemand anderem als alle drei Monate ein brillanter von dir.

Faktor 2: Kannst du schreiben?

Das klingt provokant. Ist aber eine berechtigte Frage.

Schreiben für Business-Content ist eine erlernbare Fähigkeit. Du musst kein Hemingway sein. Aber du brauchst die Fähigkeit, einen klaren Gedanken in verständliche Sätze zu packen. Ohne Fachchinesisch. Ohne endlose Schachtelsätze.

Manche Unternehmer können das von Natur aus. Sie reden klar, sie schreiben klar. Für sie ist die Hürde nicht das Handwerk, sondern die Zeit.

Andere kämpfen mit jedem Satz. Nicht weil sie dumm wären. Sondern weil Schreiben nicht ihre Stärke ist. Und das ist völlig in Ordnung. Du musst nicht alles selbst können. Du musst nur wissen, wo deine Stärken liegen.

Wenn Schreiben dir schwerfällt und du keine Lust hast, es zu lernen: Lagere aus. Deine Zeit ist besser investiert in das, was du wirklich gut kannst.

Faktor 3: Wie sieht dein Track Record aus?

Die beste Absicht nützt nichts ohne Umsetzung. Schau auf die letzten sechs Monate zurück:

  • Hast du regelmässig Inhalte veröffentlicht?
  • Oder gab es Phasen mit viel Aktivität, gefolgt von wochenlangem Schweigen?

Sporadischer Content schadet mehr als gar keiner. Er signalisiert deiner Zielgruppe: Diese Person fängt Dinge an und hört wieder auf. Das ist das Gegenteil von Vertrauen.

Wenn du einen Monat lang motiviert postest und dann drei Monate nichts: Du brauchst entweder ein System, das dich bei der Stange hält, oder jemanden, der die Umsetzung übernimmt.

Ein System kann ein Tool sein, das dir Struktur gibt. Jemand kann ein Redaktionsteam sein, das in deinem Namen schreibt. Beides löst das Problem. Auf unterschiedliche Weise.

Faktor 4: Was sagt dein Budget?

Content auslagern kostet Geld. Content selbst machen kostet Zeit. Beides hat einen Preis.

Die Rechnung ist einfach: Was ist eine Stunde deiner Zeit wert? Wenn du als Berater 200 Franken pro Stunde verdienst und drei Stunden pro Woche in Content investierst, kostet dich das 600 Franken pro Woche an Opportunitätskosten. Das sind über 2'000 Franken im Monat. Eine detaillierte Aufstellung mit konkreten Zahlen für den Schweizer Markt findest du im Beitrag Was kostet Content Marketing?.

Für dieses Geld bekommst du professionelle Content-Unterstützung. Und hast drei Stunden mehr pro Woche für Kundenarbeit, Akquise oder Strategie.

Aber: Wenn dein Budget knapp ist und du gerade erst startest, ist selbst machen die bessere Wahl. Du lernst dabei deine eigene Stimme kennen. Du verstehst, was bei deiner Zielgruppe funktioniert. Dieses Wissen ist unbezahlbar, auch wenn du später auslagerst.

Die zwei Wege bei Wortfreunde

Wir haben beide Wege bewusst als Angebot aufgebaut. Weil wir wissen, dass es keine Einheitslösung gibt.

Weg 1: Du machst es selbst, aber mit System. Im Wortfreunde Studio bekommst du die Struktur, die dir fehlt. Themenplanung, Redaktionskalender, Workflows. Du schreibst selbst, aber nicht ins Blaue. Du hast einen Rahmen, der Kontinuität möglich macht. Dieser Weg passt, wenn du schreiben kannst und willst, aber Struktur brauchst.

Weg 2: Du gibst die Umsetzung ab. Die Wortfreunde Redaktion übernimmt die Content-Erstellung in deinem Namen. Deine Expertise, deine Haltung, aber geschrieben von Profis, die deine authentische Stimme bewahren. Dieser Weg passt, wenn du keine Zeit oder keine Lust hast, selbst zu schreiben.

Einen detaillierten Vergleich beider Ansätze findest du auf unserer Vergleichsseite.

Die Wahrheit dazwischen

Die meisten Unternehmer landen irgendwo in der Mitte. Sie schreiben manche Inhalte selbst, weil sie ihnen am Herzen liegen. Und sie lassen andere Inhalte schreiben, weil die Zeit nicht reicht.

Das ist kein Scheitern. Das ist klug.

Der grösste Fehler ist nicht, Content auszulagern. Der grösste Fehler ist, gar keinen Content zu machen, weil du auf den perfekten Moment wartest, an dem du alles selbst schaffst. Dieser Moment kommt nicht.

Fazit: Vier Fragen, eine Entscheidung

Bevor du dich entscheidest, beantworte diese vier Fragen ehrlich:

  1. Habe ich zwei bis drei Stunden pro Woche? Dauerhaft, nicht nur diese Woche.
  2. Kann und will ich schreiben? Nicht perfekt, aber klar und regelmässig.
  3. War ich in den letzten sechs Monaten konstant? Oder gab es grosse Lücken?
  4. Was kostet mich die eigene Zeit im Vergleich zur Auslagerung?

Wenn du dreimal oder öfter zögerst: Auslagerung ist der bessere Weg. Wenn du bei allen vier Punkten klar Ja sagst: Mach es selbst. Aber mit System.

Egal welchen Weg du wählst: Das Wichtigste ist, dass Content passiert. Regelmässig. Authentisch. Mit deiner Haltung.