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title: "LinkedIn Content-Säulen definieren | Wortfreunde"
description: "3 bis 5 Content-Säulen geben deinem LinkedIn-Auftritt Richtung. Wie du deine Themenfelder findest, den Expertise-Graph aufbaust und die 90-Tage-Regel nutzt."
url: "/de/linkedin/strategie/planung/themenfelder"
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Guide

# LinkedIn meistern

Alles, was du über LinkedIn wissen musst. Vom Algorithmus über Post-Aufbau bis zur Konversion. Ein umfassender Guide für B2B-Unternehmer.

[Zum Themenfeld: LinkedIn](/de/linkedin-fuer-unternehmer)

# Themenfelder & Content-Säulen

Wer über alles schreibt, wird für nichts bekannt. **3 bis 5 Content-Säulen** geben deinem LinkedIn-Auftritt Richtung und Wiedererkennungswert. Sie helfen dir beim Planen, und sie helfen dem Algorithmus, dich den richtigen Menschen zu zeigen.

## Was Content-Säulen sind

Content-Säulen sind die **Themenfelder, über die du regelmässig schreibst**. Nicht einzelne Post-Ideen, sondern übergeordnete Bereiche, die sich durch deinen gesamten Content ziehen.

Beispiel für einen B2B-Berater:

1.  **Content-Strategie**: Wie Unternehmer Inhalte planen und umsetzen
2.  **LinkedIn-Praxis**: Konkrete Tipps für Posts, Profil, Engagement
3.  **Unternehmer-Alltag**: Entscheidungen, Herausforderungen, Learnings
4.  **Branchenperspektive**: Trends und Entwicklungen im eigenen Fachgebiet

Vier Säulen, die sich ergänzen und zusammen ein **vollständiges Bild** ergeben.

## Warum 3 bis 5 Säulen

**Weniger als 3**: Zu wenig Abwechslung. Dein Content wird monoton, und dein Publikum sieht immer nur die gleiche Perspektive.

**Mehr als 5**: Zu breit. Der [Expertise-Graph](/de/linkedin/grundlagen/reichweite/profil-als-fundament) kann dich nicht zuordnen, weil die Signale zu verstreut sind. LinkedIn weiss nicht, wem es deine Posts zeigen soll.

**3 bis 5 ist der Sweet Spot**: Genug Abwechslung, um interessant zu bleiben. Genug Fokus, um als Experte wahrgenommen zu werden.

## Wie du deine Säulen findest

### Schritt 1: Was weisst du?

Liste alles auf, worüber du aus eigener Erfahrung schreiben kannst. Nicht was du gelesen hast, sondern **was du getan, entschieden oder gebaut hast**. Eigene Erfahrung ist der stärkste Differenzierungsfaktor (siehe [Differenzierung](/de/linkedin/grundlagen/wettbewerb/differenzierung)).

### Schritt 2: Was interessiert deine Zielgruppe?

Welche Fragen stellen deine Kunden? Welche Probleme tauchen in Gesprächen auf? Wo gibt es [Content-Gaps](/de/linkedin/grundlagen/wettbewerb/content-gaps) in deiner Nische?

### Schritt 3: Wo ist die Schnittmenge?

Deine Content-Säulen liegen dort, wo sich **deine Expertise und das Interesse deiner Zielgruppe** überschneiden. Nicht alles, was du weisst, interessiert dein Publikum. Und nicht alles, was dein Publikum will, kannst du aus Erfahrung liefern.

## Der Expertise-Graph und die 90-Tage-Regel

LinkedIn baut einen **Expertise-Graph** auf, der dein Profil bestimmten Themen zuordnet. Diese Zuordnung basiert auf dem, was du postest, welche Hashtags du verwendest und mit wem du interagierst.

Die Zuordnung stärkt sich mit der Zeit. **Nach etwa 90 Tagen** konsistenten Postens über die gleichen Themen beginnt der Graph, für dich zu arbeiten: LinkedIn zeigt deine Posts aktiv Menschen, die sich für genau diese Themen interessieren.

Das bedeutet: Die ersten 90 Tage sind eine Investition. Du baust Themenautorität auf, ohne sie sofort in Reichweite zu sehen. Danach beschleunigt sich das Wachstum.

## Content-Typen innerhalb der Säulen

Jede Säule kann verschiedene **Content-Typen** bedienen:

**How-to**: Anleitungen, Schritt-für-Schritt, konkrete Tipps. Funktioniert immer, baut Vertrauen auf.

**Meinung**: Deine Position zu einem Thema. Polarisiert, erzeugt Diskussion. Baut [Thought Leadership](/de/linkedin/erstellung/stimme/thought-leadership) auf.

**Story**: Eigene Erfahrungen, Learnings, Entscheidungen. Emotional, einprägsam, nicht kopierbar.

**Kuration**: Trends, Studien, Beobachtungen aus deiner Branche. Zeigt, dass du den Überblick hast.

Die Mischung macht es. Ein Feed, der nur aus How-tos besteht, wird langweilig. Ein Feed, der nur aus Meinungen besteht, wirkt überheblich. **Variiere den Typ, bleib beim Thema.**

## Säulen-Rotation im Alltag

In der Praxis rotierst du deine Säulen über die Woche:

-   Montag: Säule 1 (How-to)
-   Mittwoch: Säule 2 (Story)
-   Donnerstag: Säule 3 (Meinung)

So entsteht Abwechslung mit System. Dein Publikum bekommt verschiedene Perspektiven, aber immer innerhalb deines Themenspektrums.

Wie du das in einen konkreten Plan überführst, erfährst du unter [Redaktionsplan für LinkedIn](/de/linkedin/optimierung/system/redaktionsplan). Die optimale [Frequenz und Timing](/de/linkedin/strategie/planung/frequenz-und-timing) sind der nächste Schritt.

Wenn du deine Säulen nicht aus dem Bauch heraus definieren willst: [Wortfreunde Studio](https://studio.wortfreunde.ch/users/sign_up) leitet dich durch eine **datenbasierte Zielgruppenanalyse**, aus der sich Themenfelder und Säulen ergeben.